| haupt | Lehrertreff | Erfahrungen der Jorplandschule in Norwegen

Erfahrungen der Jorplandschule in Norwegen

-by Torild Natvik, Jørpeland Junior Secondary School

Wir, die Jorpeland Schule, haben bei dem Pilotprojekt "Molecool" mitgemacht. Fünf verschiedene Klassen waren es zusammen und haben das Spiel gespielt und alle Klassenstufen der "Junior Secondary School" haben sich daran beteiligt. Im Ganzen gesehen waren die Erfahrungen mit dem Spiel gut. Die Schüler bezeichneten das Spiel als "cool" und wollten es oft spielen.

Vorwissen
Das Vorwissen, dass die Schüler mitbrachten, variierte beträchtlich. Einige von ihnen hatten ein gutes Grundwissen in Chemie (10.Stufe), für einige war Chemie auch völliges Neuland (8.Stufe). Alle zeigten aber großes Interesse daran, das Spiel zu spielen.

Auch in Bezug auf den Computer hatten die Schüler ziemlich unterschiedliche Voraussetzungen. Einige waren erfahrene Computerspieler, andere hatten vor dem Molekül-Spiel kaum mit Computern zu tun gehabt. Unserer Meinung nach war das Spiel in dem Probelauf nicht selbsterklärend genug. Es schien so, als ob die Schüler, die sowohl eine Einführung im Umgang mit Computern als auch eine Einführung in die Inhalte des Spiels erhalten hatten, wesentlich schneller Zugang zu dem Spiel und hatten auch mehr davon.

Einige Fehler:

  • Beim Start des Spiels müssen die Schüler auf die Grafik etc. warten, die geladen werden. Die meisten jungen Menschen sind ungeduldig, weil sie dieses beim Spielen mit einer CD am Computer, wo alles schneller läuft, nicht gewohnt sind.
  • An den Stellen, an denen man sich den Schwierigkeitsgrad aussuchen konnte, empfiehlt es sich, beim Einfachsten zu beginnen. Nach einiger Zeit probieren die Schüler von allein höhere Level und am Ende finden sie dann "ihr" Level.

Lernerfolg?

Haben die Schüler irgendetwas gelernt?

Während der "Doppelt oder Nichts" Spielphasen, waren die Schüler mit großem Eifer dabei, die richtigen Antworten zu finden. Sie schlugen bei Problemen in Büchern nach und nutzten den Lehrer als Anlaufstelle, um was zu lernen. Unserer Meinung nach unterstützt Molecool autonomes Lernen der Schüler- wovon wir wissen, dass es die effektivste Art zu lernen ist.

Das Ziel des Spiels ist der Wettbewerb beim Sammeln der meisten Punkte. Deshalb finden die Schüler die Arbeit damit aufregend und interessant. Sie versuchen, sich gegenseitig zu überbieten, aber sie versuchen auch, eigene Rekorde einzustellen. Auch als wir gegen eine andere norwegische Schule spielten, fand sofort ein Wettbewerb der beiden Schulen gegeneinander statt.

Unsere Erfahrungen hier an der Jorpeland Schule sind gut, wenn das Spiel für Unterrichtszwecke eingesetzt wird. Dies gilt besonders für Themen wie: Valenzelektronen, Kohlenwasserstoffketten und die unterschiedliche Bereitschaft der Atome, Bindungen einzugehen.

 
 
Skolenettet